Feier der Karwoche im Kloster

Wir sind mit dem Palmsonntag in die Heilige Woche eingetreten, in diesem Jahr wird manches anders sein als sonst. Ein Gebet, das diese Zeit prägt ist die Betrachtung des Kreuzweges. Ein befreundeter Künster erstellt zur Zeit für eine Kirche die 14 Stationen. Eine davon, die 4. Station – Jesus begegnet seiner Mutter, darf ich hier vorstellen.

Einige Gedanken dazu: Wie furchtbar ist das, wenn eine Mutter ihrem Sohn in einer solch ausweglosen Lage trifft: auf dem Weg zum sicheren Tod, von der Unmenschlichkeit anderer gezeichnet. Wer kann da noch helfen. Jesus richtet seinen Blick auf die Mutter, er schaut sie an und verbindet ihre Liebe mit seiner Hingabe. Sie geht mit ihm bis zum Kreuz, bis zum Ende – und darf seine Auferstehung erleben. Bitten wir die Mutter Gottes auch in unseren dunklen Stunden um ihren Beistand und ihre Hilfe, dass wir die Nöte unserer Zeit durchstehen, dass wir Hass und Unmenschlichkeit mit Liebe beantworten können.

Zeit für Besinnung und Gebet

Auch für unser Kloster hat die derzeitige Corona-Krise Auswirkungen. Die beiden Schulen sind geschlossen und der Unterricht findet über verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten statt. Im Kloster können wir Gottesdienst feiern, aber nur im geschlossenen Bereich, d. h. es können keine Besucher von außen dazukommen. Unsere Angestellten halten sich an die verschiedenen Regeln bez. Abstand einhalten, Mundschutz und sonstige Schutzmaßnahmen. Wir bleiben im Haus oder Garten und versuchen möglichst die Kontakte einzuschränken oder zu verändern auf Telefon, Internet usw.
Aber wir können durch unser Gebet hinauswirken und alle erreichen, die uns am Herzen liegen. Wir schließen uns dem Gebet des Papstes und unseres Bischofs an. Wenn Sie Anliegen haben, können Sie diese uns gerne mitteilen; während des Tages wird in der Kapelle fast durchgehend Anbetung gehalten und alle Anliegen im Gebet vor Gott gebracht. Per Mail an info@kloster-aiterhofen.de. Bleiben Sie gesund und gesegnet!

Novene zum Hl. Josef

Neun Tage lang, bis zum Fest am 19. März beten wir im Kloster täglich nach der Laudes – dem Morgengebet, die Novene zum Hl. Josef. In diesem Jahr wird die Josefslitanei im Gotteslob Nr. 926 und ein Lied zum Heiligen Josef gesungen. Er ist der Patron unseres Klosters und unserer Kirche. Die ganze Zeit in unserer Klostergeschichte war der Hl. Josef als Helfer und Schutzpatron für alle schwierigen Fälle zuständig und hat auch immer geholfen. Auch heute gibt es vieles, was uns Sorgen macht und wofür wir den Hl. Josef anrufen und ihn bitten können.

Tag des geweihten Lebens

Am 2. Februar findet jedes Jahr am Fest der Darstellung des Herrn der Tag des geweihten Lebens statt. Und jedes Jahr sind die Ordensleute des Bistums und Mitglieder der geistlichen Gemeinschaften eingeladen, mit dem Bischof in Regensburg eine Vesper zu feiern und sich anschließend zu treffen. In diesem Jahr fuhren wir wieder mit unserem Kleinbus nach Regensburg und feierten in der Niedermünsterkirche eine feierliche Vesper – Abendgebet der Kirche.

Gedenktag an unsere Gründerin

Am 11. Januar 1806 wurde unsere Gründerin Anna Fraundorfer in Geltolfing geboren. Sie gründete zusammen mit 13 Frauen unsere Ordensgemeinschaft. Ihr Geburtstag war für uns ein Anlass, an sie zu denken, für sie zu beten und unsere ganze Ge-meinschaft hier in Deutschland und in der Provinz St. Clara in Brasilien ihrer Fürbitte anzuempfehlen. Mit Satzung, Klosterregel, Bibel und der Statue des Hl. Franziskus wurden wir an Sr. Angela Fraundorfer erinnert.

Segen zur Weihnacht und zum Neuen Jahr

Im Kloster feierten wir Weihnachten mit einer feierlichen Vesper am Hl. Abend, anschließend zogen alle Schwestern singend in das Schwesternzimmer, wo das Evangelium vorgelesen wurde und Sr. Anita Gedanken zum Fest vortrug. Nach Gratulation und Abendessen versammelte man sich zur Christmette in der festlich geschmückten Klosterkirche.

Allen wünschen wir ein gesegnetes frohes Weihnachtsfest, Frieden im Herzen und auf der ganzen Welt und Gottes Güte und Segen für das neue Jahr 2020.

Advent – Kehrt um. Das Himmelreich ist nahe!

Wir haben bereits den 2. Advent. Und die Weisungen des Evangeliums am Sonntag waren sehr deutlich. Johannes der Täufer redet nicht um den Brei herum, er sagt, was Sache ist: „Schau dein Leben an, schau deinen Glauben an und suche die gute Verbindung.  Kehrt um!
Gott will nicht nur im Gottesdienst an unserer Seite sein, er möchte  auch im Alltag, bei allem was wir tun, erleben, erleiden, uns freuen und einander Freude machen an unserer Seite stehn.
Johannes der Täufer hat durch sein Leben gepredigt, er war in der Wüste, er lebte dort ganz vor Gott und zeigte durch sein Leben und durch seine Weisung auf den kommenden Messias. Wie auf dem Bild des Isenheimer Altars, wo er mit einem überlangen Zeigefinger dargestellt ist: schaut hin, dort ist der Erlöser!

Oktober – Franziskusmonat

Am 4. Oktober begehen wir den Festtag unseres Ordensvaters, des Hl. Franz von Assisi. Schon am Vorabend, am 3. Okt. um 19:00 Uhr feiern wir den sog. Transitus, den Hinübergang des Heiligen.
Franziskus ist auch heute noch vielen Menschen ein Begriff, weil er im Einklang mit der Schöpfung lebte, weil er naturverbunden war und jeden Menschen und jedes Geschöpf als Geschenk des Schöpfers – Gott – achtete.
Im Kloster und in den Schulen ist das Franziskusfest auch Thema einer Unterrichtseinheit. Sein Gruß „Friede und Heil“ ist auch für unsere heutige Zeit ein wichtiger Anstoss zu einem guten Zusammenleben.

„Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.“ Mk 6, 30-32

Zur Urlaubszeit wünschen wir allen Besuchern unserer Homepage, dass sie Zeit und Ruhe finden, um zu sich selbst zu kommen. Auch bei den Schwestern sind einige in Urlaub, die Stickerei ist bis Ende August geschlossen und die sonnigen Tage helfen, um wieder Kraft zu schöpfen für den Alltag.
Die Urlaubszeit kann auch eine Hilfe sein, um wieder mit Gott ins Gespräch zu kommen, oder wie es nach dem Zitat aus der Hl. Schrift weitergeht, sich einmal denen zu widmen, die uns am Nächsten sind und unsere Hilfe brauchen.
Denn nach dem Zitat in der Überschrift bei Mk 6,30 geht es weiter: „Als er die vielen Menschen sah, bekam er Mitleid, denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.“

60-jähriges Priesterjubiläum von Klosterpfarrer Franz Pfeffer

„Am 7. Juli 1959 konnte ich in meiner Heimatpfarrei Arnschwang meine Primiz feiern und heute am 7. Juli 2019 nach 60 Jahren darf ich dieses Jubiläum hier in Aiterhofen feiern“, so begann BGR Klosterpfarrer Franz Pfeffer den Dankgottesdienst in der Klosterkirche Aiterhofen. Viele seiner Verwandten aber auch Pfarrangehörige von Aiterhofen und die Schwestern des Klosters nahmen am Festgottesdienst teil. Pfr. Pfeffer wollte in diesem Gottesdienst danken für alles, was er in diesen 60 Jahren seines Priester-Seins bekommen hat. Dank an seine Familie und die weitverzweigte Verwandtschaft, die gekommen war um ihrem geistlichen Onkel, Cousin und Großonkel die Ehre zu erweisen. Dank auch an alle, die seinen Weg begleitet haben und begleiten und auch an die Mitzelebranten, Studienrat a. D. Josef Hiebl und Dr. Christoph Seidl, der auch die Festpredigt hielt.

Mit dem Lied „Wer glaubt, ist nie allein“ das der Kirchenchor Aiterhofen zusammen mit allen Gläubigen anstimmte, war die Richtung angegeben, die diesen Jubeltag begleitete. Beim Einzug erklang Orgelmusik mit Querflöte, meisterhaft dargeboten von Korbinian Griesbauer und Anna Gebhardt. Bei der Predigt stellte Dr. Christoph Seidl das Thema„Trost“ und „Tröster“ in den Mittelpunkt. Unseren Trost finden wir nicht, wenn wir immer nach oben schauen zu denen, die uns regieren, die uns Vorgaben machen und anscheinend selbst oft nicht „bei Trost sind“. Einander zu trösten bedeutet vielmehr, so der Prediger, Stabilität und Vertrauen zu schenken, Hoffnung zu geben und erfüllt sein von dem Hl. Geist, der auch „paraclitus“, Helfer und Beistand genannt wird. Pfarrer Dr. Seidl hat Pfarrer Pfeffer in seiner Kaplanszeit vor 27 Jahren als so einen Tröster erlebt, der vermittelt hat zwischen den Generationen, den Gruppen und verschiedenen Anschauungen. Der Jubilar ist den Menschen nachgegangen und hat seine Grundsätze, z. B. „Eine Ruhe braucht der Mensch“ auch selbst gelebt. Er wollte nie herrschen sondern dienen und hat das in seinem ganzen Priesterleben verwirklicht. Seit 22 Jahren wirkt Pfarrer Pfeffer als Klosterpfarrer in der Gemeinschaft der Franziskanerinnen hier in Aiterhofen. Er ist für die Schwestern und alle, die ein Anliegen haben, zu sprechen und gibt der Ordensgemeinschaft in der Feier der Eucharistie täglich Wegweisung und Hilfe vor allem auch durch sein gelebtes Beispiel der Spiritualität und geistlichen Tiefe. Dafür gilt es immer wieder Danke zu sagen. Als Geschenk überreichte Dr. Christoph Seidl einen Trostbaum als Symbol für sein Hiersein, seine Festigkeit und den tröstenden Halt, den Pfr. Pfeffer vielen Menschen bietet.

Pfarrer Pfeffer wurde 1932 in Grasfilzing, Gemeinde Arnschwang als Jüngster von 6 Kindern geboren. Mit 10 Jahren kam er nach Straubing in das Bischöfliche Seminar und später zum Studium nach Regensburg ins Priesterseminar. 1959 wurde er am 29. Juni von Bischof Buchberger zum Priester geweiht. Von den 30 Priestern dieses Weihekurses leben inzwischen nur noch sieben. Seine erste Kaplanstelle war in Tiefenbach, später kam er nach Ergoldsbach und anschließend nach Straubing St. Jakob. Im Jahre 1966 wurde er Pfarrer in Stamsried und wirkte dort 19 Jahre lang. 1985 übernahm er die Pfarrei Straubing St. Elisabeth bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1997. Seitdem ist er als Klosterpfarrer in Aiterhofen bei den Franziskanerinnen und hier für Geistliche Führung der Schwestern verantwortlich. Pfr. Pfeffer ist ein sehr naturverbundener Mensch, der bis vor einigen Jahren täglich zwei Stunden spazieren ging und bis heute an allem, was in der Welt und in der Kirche geschieht regen Anteil nimmt.

Nach dem Gottesdienst und dem Gruppenfoto mit allen Verwandten trafen sich Gäste und die Schwestern zum Mittagessen im Speisesaal des Klosters. Bei Kaffee und Kuchen und lebhaftem Austausch aller Verwandten und Festgäste endete dieser festliche Tag für unseren allzeit beliebten Klosterpfarrer.