Tag des geweihten Lebens – 2. Februar 2026

Am 2. Februar, Lichtmesstag ist der letzte Tag der Weihnachtszeit. Der Christbaum erstrahlt ein letztes Mal und die Kerzen für das ganze Jahr werden geweiht. An diesem Tag wird auch der Tag des geweihten Lebens gefeiert.

Was hat es jetzt mit dem Tag des geweihten Lebens auf sich? Papst Johannes Paul II. hat den Gedenktag 1997 eingeführt. Grundgedanke ist dabei, die Bedeutung von Orden und anderen Gemeinschaften hervorzuheben. Zudem soll die Wertschätzung für Ordensleute sowie Menschen in Gemeinschaften gefördert werden. Wie einstmals der greise Simeon und die Prophetin Hanna im kleinen Kind Christus erkannt haben, so dürfen auch wir als Ordenschristen Christus erkennen und uns von ihm erkennen lassen. Im Rahmen unseres Jubiläumsjahres wurde auch das Symbol dieses Jahres im Gottesdienstraum der Schwestern aufgehängt, zusammen mit Kerzen für jede Schwester und das Feuer, das Symbol sein soll für unsere Bereitschaft und unser Leben für Gott und unsere Mitmenschen. Das gilt für alle unsere Schwestern, hier in Deutschland, in Brasilien und Bolivien. Das verdeutlichen die 3 Fahnen.

Eröffnung Jubiläumsjahr 180 Jahre Franziskanerinnen Aiterhofen

Am vergangenen Sonntag wurde mit dem Gottesdienst der Taufe Jesu in Aiterhofen das Jubiläumsjahr ‚180 Jahre Franziskanerinnen von Aiterhofen‘ begonnen. Der 11. Januar war zugleich der 220. Geburtstag der Gründerin Sr. Angela Fraundorfer aus Geltolfing. Mit der Eröffnung des Jubiläums an diesem Datum konnten die Schwestern ihre Dankbarkeit an die Gründerin ausdrücken, die mit ihren Gefährtinnen jahrelang viele Schwierigkeiten und Hindernisse überwinden musste, bis die 14 jungen Frauen die Erlaubnis zur Gründung der Gemeinschaft durch König Ludwig I. am 26. April 1846 erhielten.

Zu Beginn des Gottesdienst zogen Schwestern mit dem Spruchbandes: „180 Jahre Franziskanerinnen von Aiterhofen“ zusammen mit P. Josef durch den Mittelgang ein. Dazu sang die Gemeinde den Liedruf, der von der Hl. Klara stammt: „Zu Großem sind wir berufen, Spiegel des Lichtes zu sein, so lasst uns Gott lobpreisen und den Menschen Gutes tun.“ Das ist immer noch der Auftrag an die Schwestern heute, die hier in Aiterhofen, aber auch in der Provinz St. Clara in Brasilien und Bolivien mit Menschen arbeiten, sich bei der Erziehung von Kindern und Jugendlichen engagieren. Zum Jubiläum wurde im Amazonasgebiet im Staat Pará in Brasilien eine neue Niederlassung eröffnet, die sich dort um die Ärmsten und um Menschen, die Hilfe brauchen, kümmert. Die Angela-Fraundorfer-Realschule hier in Aiterhofen trägt zudem den Namen der Gründerin, damit deutlich wird, was ihr Anliegen damals war und was auch heute noch jeden Tag der Auftrag unserer Gemeinschaft und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist. Bei der Gabenprozession wurden verschiedene Gaben zum Altar gebracht. Zuallererst die Gründungsurkunde von König Ludwig I., Blumen für die vielen Menschen, die mit unseren Schwestern leben und arbeiten und die Jubiläumskerze, die beim eigentlichen Jubiläum am 26. April 2026 feierlich entzündet wird.

Musikalisch setzte Emily Spanner durch durch ihr Harfenspiel besinnliche Akzente. Die Meditation am Ende des Gottesdienstes, von Sr. Maria Kreiner (Generaloberin) drückte den Dank an Gott aus, der alle Schwestern berufen hat und beruft, seine Botschaft weiterzutragen und Hoffnung in die Welt zu bringen. Die Gemeinschaft der Franziskanerinnen feiert das Jubiläums-Hauptfest am Sonntag, 26. April 2026 mit einem Gottesdienst und Festakt, zusammen mit brasilianischen Mitschwestern, die das Mutterhaus besuchen werden und der ganzen Bevölkerung.

Am 15. Mai feiert die Angela-Fraundorfer ihr 80-jährige Schuljubiläum, und am Samstag, 16. Mai sind am Nachmittag alle Ehemaligen der Realschule und Mittelschule (wie sie anfangs hieß) zum Feiern und Treffen heute schon sehr herzlich eingeladen. Der Abschluss des Jubeljahres findet dann am 11. November, dem Todestag der Gründerin mit einem Gottesdienst seinen Ausklang . Wir laden alle herzlich ein, bei den verschiedenen Feierlichkeiten teilzunehmen und sich zusammen mit den Schwestern auszutauschen und Gott zu danken für alle Hilfe und Gnade in den vergangenen 180 Jahren. Nähere Informationen findet man auch auf der Website: www.kloster-aiterhofen.de oder per E-Mail: ordensleitung@kloster-aiterhofen.de

Feier 90 Jahre Mission in Brasilien

In Brasilien, in Taquaritinga fand am 29./30. November das Fest zum 90-jährigen Jubiläum der Mission statt. Aus allen Stationen der Schwestern waren Schwestern als auch Laien gekommen, um miteinander zu feiern.

In Bolivien wurde bereits am 18. Oktober gefeiert. Auch Bischof Antonio Reimann kam, um mit den Schwestern und der Gemeinschaft die 90 Jahre der Mission in Brasilien zu begehen.

90 Jahre Mission in Brasilien

Am 20. September feierten wir mit vielen Gästen das Jubiläum 90 Jahre Franziskanerinnen von Aiterhofen in Brasilien. Viele waren gekommen, um gemeinsam mit uns zu danken für die Präsenz der Schwestern seit 90 Jahren in Brasilien und 33 Jahre in Bolivien. Der Gottesdienst zu Beginn des Tages wurde von Abt Petrus Adrian zelebriert und damit auch eine Brücke geschlagen nach Windberg. Von dort hatten die ersten fünf Missionarinnen Unterricht in Portugiesisch erhalten von P. Norbert Backmund, einem Prämonstratenser, der auch in Aiterhofen Religionsunterricht erteilte. Die Predigt wurde von der früheren Generaloberin und Archivarin Sr. Anita zusammen mit Sr. Vilma, einer brasilianischen Schwester, die in Deutschland seit Februar lebt, als Gespräch gestaltet. Warum kam es zur Mission. Nach dem Gottesdienst fand man sich zum Mittagessen und zu verschiedenen Aktivitäten im Klosterbereich ein. Dabei gab es einen Brasilien/Bolivien-Bazar, Angebote für Kinder und kurze Videos über die Entstehung der Mission und die Arbeit der Schwestern heute. Die Bilder können ein wenig davon erzählen. Mit der Franziskusvesper schloss der Tag ab mit einem großen Dank an alle Spenderinnen und Spender, an die Schwestern, die das Erbe heute in Brasilien/Bolivien fortführen und vor allem auch an Gott, der seinen Segen dazu gibt.

Wer sich näher für Brasilien/Bolivien interessiert oder auch sich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen. Es ist auch möglich, jemand aus dem Kloster für eine Veranstaltung zu diesem Thema einzuladen.

Abschied von den Brasilianerinnen

Am Sonntag abend war es soweit. Die 4 Schwestern, die seit Mitte September im Kloster Aiterhofen die deutschen Schwestern und den Ursprung der brasilianischen Provinz kennenlernen wollten, sind wieder in Richtung Brasilien gestartet. Es waren viele Eindrücke, viele Bereiche, die sie in den 8 Wochen kennengelernt haben. Sie haben in den verschiedenen Bereichen des Klosters mitgearbeitet. In der Angela-Fraundorfer-Realschule waren sie beim Franziskusfest und im Unterricht dabei und haben von ihrem Lebensalltag erzählt und den Schülern und Schülerinnen viel Neues mitgeben können. Auch in der Berufsfachschule für Pflege waren sie an Aktionen beteiligt, einem Quiz über den Ordensvater Franziskus und das Kloster und auch beim Sonnengesangstanz.

Auch im Garten halfen Ir. Bernadete und Ir. Vilma voll Freude mit.

Eine wichtige Aufgabe für die Schwestern war es auch, die Spender und Spenderinnen kennenzulernen, die die Arbeit in Brasilien und Bolivien regelmäßig unterstützen, wie die Brotbäckerin, die den Erlös regelmäßig spendet.

Besonders fasziniert waren die Schwestern auch vom Herbst in Deutschland. In Brasilien ist es ja immer warm, so dass die Bäume ihre Blätter nicht verlieren. So haben die Vielfalt der farbigen Blätter unsere bras. Mitschwestern immer wieder zum Staunen gebracht.

Franziskusfest (Vorabend) im Kloster Aiterhofen

Die Vorbereitung auf das Fest am 4. Oktober beginnt bereits am 25. September. Das ist der erste Tag der Franziskus-Novene, bei der wir uns 9 Tage lang einstimmen. In diesem Jahr mit Texten über Türen. In den franziskanischen Heiligtümern in Assisi, Rivotorto, Greccio und Alverna führt eine oder auch mehrere Türen hinein ins Heiligtum. Und im Hineingehen treten wir ein wenig ein in die Welt des Franziskus, in seine Spiritualität, sein Leben nach dem Evangelium.
So führt auch eine Türe in das Kirchlein Portiunkula, wo sich der Ort befindet, an dem Franziskus am Abend des 3. Oktober sein Leben in die Hände Gottes zurückgab.

Er versammelte seine Brüder und ließ sich den Sonnengesang singen – mit der letzten Strophe: Gelobt seist du mein Herr für den Bruder, den leiblichen Tod. Ihm kann kein Mensch entrinnen. Wehe denen, die in Todsünde sterben. Selig, die hinscheiden in Gottes Willen, denn der zweite Tod kann ihnen nicht schaden.

Transitus

Und so feiern wir am Vorabend des Festes die Transitusfeier (Hinübergang). Vor dem Altar ist das Franziskuskreuz und das aufgeschlagene Evangelienbuch. Mit Psalmen, Lesungen aus dem Franziskusleben von Celano und der Hl. Schrift wird dieses Abschiednehmen zelebriert. Diese Feier ist für mich eine der innigsten und schönsten Feiern im ganzen Jahr.

Es wird erzählt, dass Franziskus die Brüder bat, eine Nachricht zu Frau Jakoba zu senden, um graues Tuch für seine Beerdigung mitzubringen und Mandelkekse, die er so gerne gegessen hat. Die Brüder brauchten nicht weggehen, denn Jakoba kam, durch einen inneren Impuls selbst und brachte alles mit.
So werden am Ende des Transitus auch bei uns Mandelkekse verteilt im Gedenken an den Heiligen.

Fest der Hl. Klara

Auf der Seite der Franziskaner (franziskaner.net) heißt es:
Klara erblickt das Licht der Welt als Tochter einer wohlhabenden Adelsfamilie. In ihrer Heimatstadt Assisi lebt auch der Kaufmannssohn Franziskus, dessen „skandalöse Lebensweise“ in der Hinwendung zu den Armen sie tief beeindruckt. Vom inneren Anruf Gottes getrieben, verläßt sie, trotz massivem Widerstand ihre Familie, um selbst ein religiöses Leben in Armut zu leben.

Sie Gründet mit der Hilfe von Franziskus eine Frauengemeinschaft in der kleinen Kirche von San Damiano vor den Toren von Assisi. Dort erwirkt Klara vom Papst den Segen für eine eigenständige Ordensregel mit der Zusicherung des Privilegs der vollkommenen Armut. Ein absolutes Novum in der Kirchengeschichte.

Jedes Jahr feiern wir am 11. August den Festtag der Heiligen Klara um an ihr Leben und ihr Vorbild zu erinnern.

Unsere Ordensgemeinschaft hat in Brasilien eine Provinz, die der Hl. Klara geweiht ist.
Mit unseren brasilianischen und bolivianischen Mitschwestern feiern wir die Hl. Klara.

Gründungstag am 26. April 1846

Die Gründungsurkunde der Franziskanerinnen von der Buße in Aiterhofen lautet auf den 26. April 1846. So können wir in diesem Jahr 178 Jahre unserer Kongregation feiern.

Osterzeit – 7 Wochen lang

Das Osterfest, für das wir uns in der österlichen Bußzeit 40 Tage vorbereitet haben, ist mit dem Ostermontag nicht vorbei. Wir feiern 50 Tage Osterzeit bis Pfingsten. Auch die Natur ist im Aufblühen und am Auferstehen.

und im Garten blühen die Tulpen um die Wette
Zierkirschen im Garten