{"id":57,"date":"2015-11-17T13:57:28","date_gmt":"2015-11-17T12:57:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/?page_id=57"},"modified":"2023-07-16T10:19:06","modified_gmt":"2023-07-16T08:19:06","slug":"geschichte-unserer-gemeinschaft","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/geschichte-unserer-gemeinschaft\/","title":{"rendered":"Geschichte unserer Gemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anf\u00e4nge der Gemeinschaft der Franziskanerinnen.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die eigentliche Gr\u00fcnderin, Anna<em> Fraundorfer (sp\u00e4ter Schwester Angela), <\/em>eine junge Frau aus Geltolfing, Gemeinde Aiterhofen, hatte in ihrem Elternhaus 10 bis 1<strong><a href=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Foto0284_001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-81\" src=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Foto0284_001-150x150.jpg\" alt=\"Foto0284_001\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/strong>5 Jahre lang Waisenkinder und kranke Dienstboten in ihr Haus aufgenommen und sie gepflegt. Durch das k\u00f6nigliche Landgericht Straubing waren ihr dann und wann arme uneheliche Kinder zur Pflege \u00fcbergeben worden. Zusammen mit anderen jungen Frauen erkannte sie die Not der Zeit und bem\u00fchte sich, auch auf Anraten ihres geistlichen Begleiters Pfarrer Franz Sales Handwercher, Segens-Pfarrer in der Gemeinde Oberschneiding, eine kl\u00f6sterliche Gemeinschaft zu gr\u00fcnden. Die vielen Schwierigkeiten konnten sie nicht hindern \u00fcber Jahre hinweg an der Idee festzuhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beginn des kl\u00f6sterlichen Lebens<\/strong><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es dauerte 6 Jahre bis sie am 26. April 1846 von K\u00f6nig Ludwig die Erlaubnis erhielten, eine Gemeinschaft zu gr\u00fcnden und weitere drei Jahre, bis sie das kl\u00f6sterliche Leben beginnen konnten.\u00a0 Durch Vermittlung des Pfarrers von Aiterhofen konnten sie ein Grundst\u00fcck der Pfarrpfr\u00fcnde erwerben bzw. pachten. Dort wurde das erste Geb\u00e4ude des kl\u00f6sterlichen Vereins errichtet. Der Zweck der kl\u00f6sterlichen Gemeinschaft war von Anfang an die Pflege und Erziehung verwahrloster unehelicher Kinder und die Krankenpflege, die aber aus verschiedenen Gr\u00fcnden wieder aufgegeben wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geistliche Wurzeln<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geistlicher Leiter der Gemeinschaft war der Segenspfarrer von Oberschneiding, Franz<a href=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/handwercher.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-211\" src=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/handwercher-193x300.jpg\" alt=\"handwercher\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/handwercher-193x300.jpg 193w, http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/handwercher.jpg 321w\" sizes=\"auto, (max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/><\/a> Sales Handwercher, ein Sch\u00fcler des gro\u00dfen Bischofs Johann Michael Sailer. Die kl\u00f6sterlichen Gepflogenheiten erlernten die Schwestern durch Sr. Klara Wittmann, einer Klarissin aus dem Kloster St. Klara in Regensburg. Am 14. Februar 1848 fand die Einkleidung von 14 Frauen in Aiterhofen statt. Es gab gro\u00dfes Staunen bei der Einkleidung \u00fcber die Einfachheit und dar\u00fcber, dass diese kl\u00f6sterliche Gemeinschaft best\u00e4tigt worden war. Zum Mittagessen bekamen die neu eingekleideten Novizinnen sog. &#8222;abgewaschene Nudeln&#8220;, d. h. Nudeln aus Mehl, Wasser und einem Ei, denn der Einkleidungstag war ein Mittwoch &#8211; f\u00fcr die Mitglieder des 3. Ordens ein Fasttag. Die junge Gemeinschaft musste noch einige Probleme und H\u00fcrden bew\u00e4ltigen, den Tod der jungen Oberin und andere Probleme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erziehung und M\u00e4dchenbildung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Anfang an wurden im Kloster M\u00e4dchen unterrichtet und auch betreut, da in der<a href=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/IMG_0577.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-213 size-thumbnail\" src=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/IMG_0577-150x150.jpg\" alt=\"IMG_0577\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> Dorfschule der Lehrer bis zu 100 Kinder zugleich unterrichten musste. Nach Ausbruch des deutsch-franz\u00f6sischen Krieges wurden Schwestern in der Dorfschule gebraucht, da die Lehrer eingezogen wurden. Die Klosterschule wurde zwischenzeitlich aufgehoben und 1881 dann wieder genehmigt. Um die Schwestern selbst ausbilden zu k\u00f6nnen, errichtete man eine Lehrerinnenbildunganstalt, aus der 24 Lehrerinnen hervorgingen, davon 10 Schwestern. 1911 wurde die Erlaubnis zur Ausbildung wieder entzogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>T\u00e4tigkeiten der Schwesterngemeinschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Kirche_Geltolfing.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-83 alignleft\" src=\"http:\/\/www.kloster-aiterhofen.de\/Wordpress\/k_wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Kirche_Geltolfing-150x150.jpg\" alt=\"Kirche_Geltolfing\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/strong>Andere Ausbildungsm\u00f6glichkeiten kamen hinzu: 1913 ein Lehrbetrieb f\u00fcr N\u00e4herinnen, 1915\/1917 Unterricht in Buchf\u00fchrung und Maschinenschreiben, Paramentenwerkst\u00e4tte und Fahnenanfertigung. 1933 f\u00fchrte das Kloster eine Haust\u00f6chterschule, eine 8-klassige Volkshauptschule, einen Kindergarten, Privatunterricht in Musik, N\u00e4hen, Handarbeiten u. a.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auswirkungen des Nationalsozialismus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der nationalsozialistische Staat verbot alle Aktivit\u00e4ten, weil &#8222;die Orden militanter Arm der katholischen Kirche sind und daher von ihren Einflussgebieten zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, eingeengt und schlie\u00dflich zu vernichten sind&#8220; (Anweisung des Reichssicherheitsdienstes vom 15. Februar 1938). Die Einschr\u00e4nkungen gingen weiter: die Schulen wurden alle aufgehoben, im Kloster wurde erst ein Hilfskrankenhaus angedacht und dann das Institutionsgeb\u00e4ude f\u00fcr Kinder der Kinderlandverschickung Hamburg beschlagnahmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aufhebung des Klosters<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 19. Mai 1941 wurde das Kloster aufgehoben und alle Schwestern mussten sich eine andere Bleibe suchen. Auch der Garten wurde beschlagnahmt und die Kirche geschlossen. Im Jahre 1942 wurde im Kloster ein Reservelazarett errichtet und einige Schwestern &#8222;durften&#8220; als Krankenschwestern arbeiten. Im Juli 1946 konnten die Schwestern wieder ins Kloster zur\u00fcckkehren und im September 1946 wurden die Schulen er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>T\u00e4tigkeit und Aufgaben heute<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg wurden verschiedene Filialen er\u00f6ffnet, in denen die Schwestern ihre Dienste leisteten. In verschiedenen Pfarreien, in Altenheimen, in der Gemeindepastoral und Kinderg\u00e4rten, in Kureinrichtungen und vielen anderen Stellen.\u00a0 Aufgrund der weniger werdenden Schwestern sind inzwischen die Schwestern zur\u00fcck im Mutterhaus in Aiterhofen. Seit 1. Januar 2017 ist die Kindertagesst\u00e4tte Maria Schutz in die Tr\u00e4gerschaft der Gemeinde \u00fcbergegangen. Damit geht eine Kindergartenbetreuung und Tr\u00e4gerschaft von 86 Jahren zu Ende. Eine Schwester arbeitet weiterhin als Erzieherin im Kindergarten mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mission in Brasilien und Bolivien<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1935 kamen 5 Schwestern nach Brasilien und bauten dort mehrere Missionsstationen auf. Inzwischen sind 48 Schwestern in 14 verschiedenen Einrichtungen und Stationen bei den \u00c4rmsten t\u00e4tig. 1992 begannen 3 brasilianische und eine deutsche Schwester eine Missionsstation in Bolivien. Inzwischen gibt es dort 2 Einrichtungen, wo sich Schwestern in der Pastoral und Jugendarbeit engagieren. Im Herbst 2016 startet ein Projekt in Afrika mit einer Gemeinschaft von Schwestern verschiedener Kongregationen. Aus der brasilianischen Provinz hat sich eine Schwester dazu entschlossen, in der Gruppe mitzuarbeiten. Die Gemeinschaft arbeitete in der Di\u00f6zese Pemba und fand dort ein gro\u00dfes Feld an hilfsbed\u00fcrftigen Menschen. Gro\u00dfe D\u00fcrre, Wasserknappheit und fehlende Lebensmittel machen das Leben der Menschen dort sehr schwierig. Auch Krankheiten wie Malaria sind sehr verbreitet. Trotz allem sind die Schwestern voller Hoffnung und Begeisterung und auch die Menschen dort sind sehr dankbar f\u00fcr die Anwesenheit der Schwestern. Hilfsprojekte unserer Schulen und Spenden erleichtern das Leben der Menschen in dieser sehr armen Region.<\/p>\n<p>Inzwischen wurde das Projekt beendet. Die Lage f\u00fcr die Menschen dort ist aufgrund der \u00dcberf\u00e4lle von Rebellen \u00a0sehr schwierig geworden. Das Dorf, wo unsere Schwester gearbeitet hat und eine Reihe von Nachbard\u00f6rfern sind inzwischen fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anf\u00e4nge der Gemeinschaft der Franziskanerinnen. Die eigentliche Gr\u00fcnderin, Anna Fraundorfer (sp\u00e4ter Schwester Angela), eine junge Frau aus Geltolfing, Gemeinde Aiterhofen, hatte in ihrem Elternhaus 10 bis 15 Jahre lang Waisenkinder und kranke Dienstboten in ihr Haus aufgenommen und sie gepflegt. 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